Methoden der Förderung


In Laufe der vergangenen Jahre ist eine Vielzahl von Methoden und Konzepten für die außerschulische Förderung von LRS-Kindern entwickelt worden. Eine sinnvolle Förderung berücksichtigt folgende Grundsätze: zunächst sollte es darum gehen, das Selbstbewusstsein und die Motivation des Kindes zu stärken sowie die Überforderung zu beenden. Das bedeutet möglichst auf der „Nullfehlergrenze“ zu starten und den Schüler von Erfolg zu Erfolg zu führen.

Eine gezielte Förderung befolgt das Prinzip „Vom Leichten zum Schweren“ und „Vom Häufigen zum Seltenen“. Im Mittelpunkt stehen die lauttreuen Wörter, mit deren Hilfe das phonologische Hauptprinzip der deutschen Sprache aufgezeigt wird.

Eine gewonnene Sicherheit in der lautgetreuen Arbeit führt Schritt für Schritt zur Einübung von orthographischen Regeln und sprachlogischen Besonderheiten. Dass Lesen nur mit Hilfe des Lesens und Schreiben nur mit Hilfe des Schreibens erlernt wird – dies wird heute als Binsenweisheit allgemein akzeptiert. Nichtsdestotrotz fließen in die Förderung motorische Elemente ein wie Klatschen, Schwingen und Schreiten beim silbenrhythmischen Lesen, aber auch spielerische Elemente zur Auflockerung der Lernsituation sowie eine maßvoll dosierte Arbeit am Computer.

Eine individuelle Förderung richtet sich nach den Bedürfnissen des betroffenen Kindes aus und sie stellt nicht eine einzige Methode als Allheilmittel in den Vordergrund. Es muss immer um ein Zusammenwirken von unterschiedlichen Ansätzen und Lernmethoden gehen.