Wie erkenne ich LRS?


Schlechte Noten im Deutschen, aber auch in andern Fächern, häufig fehlende Hausaufgaben, extreme Unlust und Langsamkeit beim Lesen von Texten, hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten, Vertauschen von Wörtern im Satz oder von Buchstaben in den Wörtern, Bauch- oder Kopfschmerzen vor dem Gang in die Schule, unleserliche Handschrift – dies sind einige der ersten Anzeichen dafür, dass das Kind von LRS betroffen sein könnte. In diesem Fall ist es ratsam, einen standardisierten Lese- und Rechtschreibtest durchzuführen, auf dessen Grundlage die Qualität, die Art und die Häufigkeit der Fehler erfasst werden kann. Dieser Test ersetzt jedoch nicht weitere medizinische und psychologische Untersuchungen, die, von Spezialisten durchgeführt, Aufschluss über Ursachen der LRS und weitere Begleitstörungen geben können. Die Fachleute sprechen hier von der multiaxialen Diagnostik.

Entscheidend für eine Diagnose bleibt aber immer die mehrjährige Beobachtung und Erfahrung von Eltern, Lehrern, Schulpsychologen und Therapeuten. Dies sind die entscheidenden Personen, die das Kind beim Schriftspracherwerb begleiten und fördern.